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Niederfrequenz / Gleichfelder

Niederfrequenzfelder - Niederfrequente elektrische Wechselfelder (EWF)

Gehen hauptsächlich von den Stromnetzen unserer Häuser sowie daran angeschlossenen Geräten aus.

Jede Gerätezuleitung, jedes Verlängerungskabel, aber auch die Kabel in der Wand, verbreiten ein elektrisches Wechselfeld, sobald Spannung anliegt (Sicherung eingeschaltet). Dies führt dazu, dass ganze Wände EWF abstrahlen. Gemessen wird mit unterschiedlichen Verfahren wie potentialbezogenen Messungen (Feldstärke in Volt pro Meter, V/m), potentialfreien Messungen (V/m), um die Stärke und Ausbreitung der Felder zu ermitteln.

Der menschliche Körper koppelt an diese Felder an und man kann diese unnatürliche Spannung (50 Hz) am Körper messen (Körperspannung in Millivolt, mV). Die Messungen beinhalten Frequenzen und Oberwellen von 5 Hz bis 400 kHz.

Die genaue Kenntnis der Situation ist die Basis zur Beseitigung oder Reduzierung der EWF. Dies kann oft mit einfachen und überschaubaren Maßnahmen erreicht werden.

Niederfrequenzfelder - Niederfrequente magnetische Wechselfelder (MWF)

Überall wo elektrischer Strom fließt, d.h. verbraucht wird, entstehen magnetische Wechselfelder.

So sind die Verursacher Strom verbrauchende Geräte, von Strom durchflossene Kabel und in unseren Wohnungen und Arbeitsplätzen vor allem elektrische Dauerverbraucher.

MWF durchdringen Wände, Decken und andere Baumaterialien ungehindert. Abschirmungen sind schwierig und extrem kostenaufwändig und in der Praxis kaum durchführbar.

Bei Feldquellen in der Wohnung kann man durch räumlichen Abstand ausweichen, gegen Feldquellen außerhalb (z.B. Freileitungen, elektrifizierte Bahnstrecken mit 16,7 Hz u.a.) kann man kaum etwas ausrichten.

Gemessen werden neben der magnetischen Flussdichte in Nano-Tesla (nT) auch die Feldrichtung (Feldlinienverlauf) sowie Frequenzen und Oberwellen von 5 Hz bis 400 kHz. Oft sind Langzeitmessungen mit Messwertspeicherung über 12 bis 24 Stunden erforderlich, da MWF zeitlich stark schwanken können.

Elektrische Gleichfelder (EGF) - Elektrostatische Oberflächenspannungen

Auch in der Natur gibt es das luftelektrische Gleichfeld, welches sich zwischen der Ionosphäre und dem Erdboden bildet.

Bei schönem Wetter und in freier Umgebung beträgt die Feldstärke circa 100 V/m (Volt pro Meter).

Bei Gewittern erreichen die Spannungen einige Tausend Volt und viele Menschen reagieren mit Unwohlsein.

Viele alltägliche Gegenstände aus Kunststoffen und Synthetics, Laminatböden, Gardinen, lackierte Möbeloberflächen bis hin zur Kleidung neigen zu hohen statischen Oberflächenspannungen bis zu einigen Zehntausend Volt, insbesondere bei trockener Luft.

Der Körper koppelt auch an diese Gleichfelder an und man fühlt häufig einen Schlag bei der Entladung.

Gemessen wird direkt die Oberflächenspannung an Materialien und Gegenständen, die Oberflächenspannung wird in Volt angegeben.

Mit einer Feldmühle wird das elektrische Gleichfeld im Raum (V/m) überprüft, um die Auswirkungen auf das Raumklima festzustellen.